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Bildungswege: Überblick
Überblick
Über 200 Medienberufe gibt es zur Zeit. Die Tätigkeitsbereiche in der Medien- und Kommunikationsbranche sind wesentlich vielfältiger als viele Einsteiger es sich vorstellen. So müssen schon bei der Produktion eines Fernsehfilms viele „Gewerke“ zusammen arbeiten, damit ein gelungenes Projekt realisiert werden kann - darunter Berufe wie Drehbuchautor/in, Produzent/in, Produktionsleiter/in, Regisseur/in, Schauspieler/innen, Aufnahmeleiter/in, Script Continuity, Kameraleute, Beleuchter/in, Szenenbildner/in, Baubühnenfachkräfte, Maskenbildner/in, Kostümbilder/in, Cutter/in, Filmkomponist/in, usw., usf. . Nimmt man die Verlags- und Buchhandelsbranche, den Veranstaltungsbereich, die neu entstehende Industrie der elektronic games, Hörfunk und Film hinzu, wird schnell deutlich, wie viele Spezialisierungen erforderlich sind, um die Fülle an Produkten und Dienstleistungen realisieren zu können.

In den letzten Jahren sind für die Medienbranche zahlreiche neue Ausbildungsgänge geschaffen worden. Ob Kamera oder Requisite, Drehbuch oder Aufnahmeleitung, Maske oder Regie – den Berufsanfängern stehen branchenspezifische Ausbildungsberufe und Studiengänge zur Verfügung.


Berufsausbildung

Bei den staatlich anerkannten Ausbildungsberufen lernen die Auszubildenden die Praxis im Betrieb kennen, die Berufschule vermittelt ergänzend theoretisches Wissen. Zu diesen Berufsausbildungen, die mit einer staatlich anerkannten Prüfung abschließen, zählen u. a.
  • Mediengestalter/in Bild und Ton
  • Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien
  • Kaufleute für audiovisuelle Medien
  • Fachkraft für Veranstaltungstechnik
  • Maskenbildner/in
  • Veranstaltungskaufleute
  • Bühnenmaler/in und –plastiker/in
  • Medienkaufleute Digital und Print
  • Kaufleute für Marketingkommunikation

Die Auszubildenden erwerben ein breit gefächertes Grundlagenwissen und können sich später - je nach Talent und Möglichkeiten - spezialisieren. Dazu dienen Aufstiegsfortbildungen, wie etwa Medienfachwirt/in.


Studium

Studiengänge an Universitäten, Fachhochschulen oder Kunsthochschulen bereiten in der Regel nicht auf einen klar umrissenen Beruf vor, sondern vermitteln Kenntnisse in einem breiten Themenspektrum. Die Studierenden erwerben wissenschaftliche Methodenkompetenz und setzen sich mit fachspezifischer Theorie auseinander. Als medienspezifische Studiengänge werden z. B. angeboten:
  • Design
  • Regie
  • Schauspiel
  • Drehbuch
  • Produktion
  • Medienwirtschaft
  • Medienwissenschaft
  • Medientechnik
  • Medieninformatik
  • Journalistik

Bevor die Entscheidung für ein Studium fällt, sollte man sich also darüber klar werden, zu welchem Lerntyp man gehört. Wer ganz schnell den Weg in eine klar umrissene Praxis sucht, wird wenig Freude an Seminaren über Filmanalyse haben. Allerdings ist auch im Medienbereich das Studium häufig die Eintrittskarte für Führungspositionen.


Praxis

Eine große Rolle spielt in der Medienbranche weiterhin die praktische Erfahrung. Viele Betriebe erwarten von Bewerbern, dass sie vor der Berufsausbildung einschlägige Praktika absolvieren. Auch Studierende, die in der Medienbranche beruflich Fuß fassen wollen, sollten schon während ihres Studiums erste Praxiserfahrungen sammeln – durch Praktika oder studentische Jobs.
In einzelnen Arbeitsbereichen erfolgt die spezialisiertere Einarbeitung nach dem Studium durch Volontariate. Struktur und Umfang der Volontariate sind nur teilweise verbindlich geregelt. So ist für journalistische Volontariate von den Tarifparteien festgelegt worden, wie die Qualifizierung gestaltet werden sollte, welche Vergütung gezahlt wird. In anderen Berufsfeldern muss man sich genau erkundigen, was das Unternehmen unter Volontariat, Praktikum oder Traineeposition versteht, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.


Weiterbildung

Neue Produkte, veränderte Produktionstrukturen oder technische Innovationen bringen Veränderungen mit sich, die auch die Tätigkeitsbereiche der Medienprofis betreffen. Sie können sich über spezialisierte Fortbildungen das notwendige Wissen aneignen.
Ein weiteres Motiv für Weiterbildung sind weiter gestecke berufliche Ziele. Über Aufstiegsfortbildungen können Medienprofis erweiterte Kenntnisse erwerben, z.B. um in die Projektleitung zu gehen.
Qualifizierte Quereinsteiger/innen können ihr medienspezifisches Profil ebenfalls durch eine Weiterbildung schärfen.

Eine solide, grundständige Ausbildung bzw. ein erfolgreich absolviertes Studium plus Praxiserfahrung – so lautet inzwischen die Faustformel für beruflichen Erfolg. Auch in der Medienbranche.





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