Home   AIM   MIA   Service & Kontakt     Kontakt
Meldung
Die Medientechnologen kommen
Die Ausbildungen für Drucker, Siebdruckerinnen und Buchbinder werden 2011 neu strukturiert.

Gleich ein ganzes Paket an Neuordnungen wird im Sommer 2011 in Kraft treten. Für Druckereien, handwerkliche wie industrielle Buchbindereien sind die Ausbildungsgänge neu strukturiert und überarbeitet worden. Im Einzelnen heißt das:

Aus dem Ausbildungsberuf "Drucker/in" wird "Medientechnologin Druck / Medientechnologe Druck".
Der neue Name soll verdeutlichen, dass die Arbeitsprozesse immer stärker automatisiert und insgesamt komplexer werden. Drucker und Druckerinnen müssen sich deshalb höhere technische Kompetenzen in der Anlagensteuerung aneignen. Auch das Thema Instandhaltung wurde im Profil stärker berücksichtigt. Die vier Fachrichtungen wurden in Module aufgelöst. Neben gemeinsamen, grundlegenden Fertigkeiten (wie Einrichten von Druckmaschinen, Steuern der Druckmaschinen usw.) gibt es 34 unterschiedliche Wahlqualifikationen, aus denen die Betriebe das geeignete Profil zusammenstellen können. Hier sind verschiedene Druckverfahren von Tiefdruck, Digitaldruck bis hin zu Spezialthemen wie Tapetendruck berücksichtigt.

Statt der Berufsausbildung "Siebdrucker/in" wird zukünftig "Medientechnologin Siebdruck / Medientechnologe Siebdruck" ausgebildet.
Siebdruckerinnen sind Spezialistinnen für das Bedrucken von gewölbten Flächen, übergroßen Formaten, usw. Mit Siebdruckverfahren kann nicht nur Papier sondern auch Kunststoff, Keramik, Metall, Holz oder Glas bedruckt werden. Die Siebdrucker übernehmen deshalb mehr Arbeitsschritte in der Druckvorstufe und in der Druckformherstellung als dies üblicherweise der Fall ist. Auch in der Siebdruck-Neuordnung wurde die höhere Automatisierung berücksichtigt, insofern sind hier Parallelen zu Druckerin/Drucker. Die bisher bestehenden Wahlqualifikationen sind z.T. neu zugeschnitten und auf 18 Themen erweitert worden.

Der Beruf der "Buchbinder/in" wird in zwei Ausbildungen gegliedert.
Für die handwerklichen Betriebe bleibt die Berufsbezeichnung "Buchbinderin / Buchbinder" bestehen. Der neu geordnete Ausbildungsberuf für Handwerksbetriebe setzt Schwerpunkte in der Einzel- und Sonderfertigung. Wie etwa dem Einbinden von Büchern, der Herstellung von Mappen, Kassetten etc. Auch die maschinelle Fertigung, das Einrichten und Bedienen von Maschinen wird erlernt. Handwerksspezifisch sind Themen wie unternehmerisches Handeln. Schon in der Ausbildung sollen die angehenden Buchbinder die Beratung von Kunden, die kaufmännische Auftragsbearbeitung kennen lernen. So werden sie in den Stand versetzt, später einmal selber den Betrieb übernehmen zu können.
Für die Industrie heißt der Beruf ab sofort "Medientechnologin Druckverarbeitung / Medientechnologe Druckverarbeitung". Diese Fachkräfte steuern Anlagen, die Bücher, Zeitschriften oder Kataloge fertig stellen. Die von der Druckerei gelieferten Bögen werden etwa geschnitten, gefalzt, zu Buchblöcken zusammen getragen, geheftet bzw. per Klebebindung verarbeitet und schließlich mit dem Buchdeckel versehen. Der neu geschaffene Beruf der "Medientechnologin Druckverarbeitung / Medientechnologe Druckverarbeitung" hat ebenfalls Wahlqualifikationen, die eine betriebliche Spezialisierung ermöglichen. So werden die Auszubildenden für die Zeitungsproduktion, die Buchproduktion oder die Akzidenzproduktion (z.B. Werbebeilagen) qualifiziert.

Alle neuen Ausbildungsordnungen treten zum 1. August 2011 in Kraft und können beim Bundesinstitut für Berufsbildung nachlesen werden.
(as)

Alle neuen Berufe und Neuordnungen 2011
www.bibb.de

Medientechnologin Druck / Medientechnologe Druck

Medientechnologin Siebdruck / Medientechnologe Siebdruck

Buchbinderin / Buchbinder

Medientechnologin Druckverarbeitung / Medientechnologe Druckverarbeitung

© 2007 Copyright - aim - Ausbildung in Medienberufen - KoordinationsCentrum - in Trägerschaft der sk stiftung jugend und medien - Im Mediapark 7 - D-50670 Köln - Mail-Kontakt - alle Rechte vorbehalten