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Meldung
Noch ein Mediengestalter?
Ab 2011 ist der Beruf der Flexografen neu geordnet. Jetzt gibt es den Mediengestalter Flexografie.

Unter Flexografie wird die Herstellung von Stempeln, Beschilderungen, Gravuren verstanden. Produziert werden Beschriftungen und Hinweistafeln aller Art wie: Fluchtweg- und Brandschutzschilder, Straßenschilder, Absperrbänder, Kanzlei-, Praxis- und Firmenschilder, Aufkleber, Werbeplanen, Gebäudeleitsysteme, etc. Außerdem Stempel, bei denen die Berufsinnung die stolze Zahl von 220 unterschiedlichen Produktformen angibt.

Der Beruf der Flexografinnen wurde u. a. neu geordnet, weil Vorlagen vermehrt in digitaler Form bearbeitet werden. Kunden liefen Logos, Schriften oder Zeichen als Dateien ab, die dann entsprechend eingearbeitet werden müssen. Deshalb gehören jetzt Datenhandling und Bildbearbeitung zu den Ausbildungsinhalten. Ebenfalls neu in die Ausbildung aufgenommen wurden kaufmännische Qualifikationen und die Kundenberatung.

Neuer Name, neues Image

Statt "Flexografin/Flexograf" heißt der Beruf ab Sommer 2011: "Mediengestalterin Flexografie / Mediengestalter Flexografie". Dadurch erhofft man sich eine größere Außenwirkung. Denn, wie in der Broschüre des Zentral-Fachausschusses Berufsbildung Druck und Medien (ZFA) nachzulesen ist: "Als die Bundesinnung erstmals im Herbst 2010 auf der Nürnberger Bildungsmesse mit dem neuen Berufsnamen 'Mediengestalter Flexografie' warb, war eine deutliche Nachfragesteigerung für den Beruf seitens der Jugendlichen zu verzeichnen."
Es wird bewusst eine "gewisse Nähe" zum "Mediengestalter Digital und Print" hergestellt. Es soll gezeigt werden, dass "Gestaltung in der Flexografie eine große Rolle spielt." So seien viele Berufsinhalte "ähnlich", heißt es in der ZFA-Broschüre. Und weiter: "Der Erfolg des Berufsnamens 'Mediengestalter' auf dem Arbeitsmarkt ist mit ein Grund dafür, dass sich die Flexografiebranche für diese Berufsbezeichnung entschieden hat."

Damit wird aber auch eine Vermischung ganz unterschiedlicher Tätigkeitsbereiche bewusst in Kauf genommen. Während "Mediengestalter Digital und Print" wie "Mediengestalterinnen Bild und Ton" nicht nur Medientechnik (etwa Bildbearbeitung) einsetzen, sondern auch Medienprodukte herstellen (Bücher, Websites, Fernseh- oder Radiosendungen beispielsweise), arbeitet der Flexograf zwar mit ähnlicher Technik, stellt aber keine Medienprodukte her. Es sei denn, man wollte den Firmenstempel oder das Praxisschild zum Medium erklären. Und das ist doch etwas weit her geholt.
Resultat der Neuordnung ist jedenfalls, dass jetzt drei Berufe den Vornamen "Mediengestalter/in" tragen. Es bleibt abzuwarten, ob das der Berufsorientierung dienlich ist.
(as)

Mediengestalter Flexografie/ Mediengestalterin Flexografie, herausgegeben vom Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)
www.zfamedien.de

Bundesinstitut für Berufsbildung
www.bibb.de

Bundesinnung für das Flexografen-Handwerk
www.flexografie.de
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