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Literatur: Rezensionen
Bücher zum Lernen und Genießen
Wissenswertes zur Produktionspraxis, über chinesische Filme und journalistisches Handwerkszeug, zu Veranstalter-Heroen oder: der Tatort als Buch. Die Frankfurter Buchmesse 2009 leitet den Lese-Herbst ein.

Rund um das Thema Medien gibt es eine Reihe von interessanten Neuerscheinungen. Zum vertieften Lernen wie entspannten Vergnügen.

Produzieren, aber wie?


Der UVK-Verlag hat das Spektrum von "Praxis Film" noch einmal deutlich erweitert. Dazu gehören aktualisierte Neuauflagen von Titeln, die ursprünglich im Bleicher-Verlag erschienen waren und nun dankenswerterweise wieder lieferbar sind, wie "Von der Idee zum Film", herausgegeben von Bastian Clevé. Das Buch stellt die Arbeitsbereiche in der Planung und Realisation von Filmprojekten vor.
Andere Titel rücken spezialisierte Aufgaben in den Mittelpunkt. So "Das montierte Bild", in dem Juliane Dummler das Digital Compositing beschreibt. Oder der ebenfalls neue Band "Produktionsmanagement für Film und Fernsehen" von Cornelia Schmidt-Matthiesen und Bastian Clevé. In "Was kostet mein Drehbuch?" wollen Dennis Eick und Vera Hartung der schreibenden Zunft vermitteln, welche Bedingungen sie dringend mit berücksichtigen sollten, wenn sie ihr Drehbuch erfolgreich realisiert sehen wollen.

Journalistisches Handwerkszeug

Bei der Journalismus-Fachliteratur hat der UVK-Verlag ebenfalls aufgestockt. Der Band "Sportjournalismus" des Autorenteams Horky, Schauerte und Schwier will ein Ressort darstellen, das nicht nur von nüchterner Berichterstattung sondern auch von "Massenbegeisterung und Emotionalität" geprägt ist. Die Einstiegs-Reihe "Wegweiser Journalismus" ist 2009 erweitert worden um Titel zur Interviewführung, der Fernsehproduktion oder auch "Themen finden".

Wie Journalist/innen ihren Gesprächspartnern interessante Aussagen entlocken und sich nicht von manipulativen Strategien einwickeln lassen, will Mario Müller-Dofel im Buch "Interviews führen" zeigen. Der Band ist beim Econ-Verlag in der Reihe "Journalistische Praxis" erschienen, die in der Ullstein-Familie vom List-Verlag zu Econ gewandert ist.

Filmwissen und Filmkultur

Lernen lässt sich aber nicht nur aus offiziellen Hand- und Lehrbüchern sondern auch im Blick auf Filmgeschichte, Filmkultur. "Kino lesen" lautet ein Motto der Schüren-Verlages, der einige Titel zum diesjährigen Gastland vorlegt. Neu erschienen ist bei Schüren u. a. "Made in China". Die Herausgeber/innen Margrit Frölich, Klaus Gronenborn und Karsten Visarius widmen sich darin dem aktuellen, chinesischen Kino "im Kontext gesellschaftlicher Umbrüche". Der Interviewband "Peking-Express" von Maik Platzen und Qin Hu präsentiert eine junge Generation von chinesischen Filmmacher/innen. Und der etablierte, aus Taiwan stammende, Regisseur Ang Lee wird von Michael Pekler und Anderas Ungerböck vorgestellt, im ebenfalls neu erschienenen Band "Ang Lee und seine Filme".
Auch außerhalb der Fachverlage lässt sich filmisches Wissen erweitern. Bei Reclam hat Peter Moormann "Klassiker der Filmmusik" herausgegeben. Diese Neuerscheinung will die - wie könnte es anders sein - 100 "interessantesten und besten Scores der Filmgeschichte" beschreiben und ihre Komponist/innen würdigen.

Über die Großen der "Event"-Zunft

Zu biografischen Ehren kommen außer Komponisten auch Veranstalter, wenn sie - wie im Fall von Lippmann&Rau - Musikgeschichte mit geschrieben haben. Im Palmyra-Verlag ist jetzt die Lebensgeschichte von Horst Lippmann erschienen. Der Autor Michael Rieth geht darin der Frage nach, wie aus dem jazz-begeisterten Schüler ein international renommierter Musikmanager wurde, der die Rolling Stones, Bob Dylan oder Ella Fitzgerald in Deutschland auf die Bühne brachte. Die Erinnerungen seines langjährigen Kompagnons und Weggefährten Fritz Rau sind übrigens im selben Verlag erschienen.

Buch zum Film zum Buch zum Spiel

Nach so viel lehrreicher, beispielhafter und kulturell wertvoller Lektüre mag mancher Leserin und manchem Leser der Sinn nach purer, guter Unterhaltung stehen. Hier hält der Emons-Verlag ab sofort die "besten" Tatort-Folgen in Roman-Form bereit. Ob Köln, Berlin oder Bremen - das Publikum kann jetzt lesend mit ermitteln.

Im Buchmessen-Forum "Creative Content" wurde 2009 erstmalig neben Filmen, Hörbüchern auch Games als Medium diskutiert. Der Panini-Verlag hat ein Sortiment von Büchern entwickelt, die die Geschichten von Videospielen vertiefen, erweitern oder die Lücken zwischen Episoden schließen. Darunter Titel zu World of Warcraft, Star Wars oder Anno 1701. Ein Programm, das den Moderator Harald Hesse befriedigt feststellen ließ: "Auch Gamer lesen!"
Trotz aller medialer Verlockungen scheint das Buch also nicht überflüssig zu werden.

Dieser subjektive wie winzig kleine - immerhin wurden auf der Messe wieder über 120.000 Neuheiten präsentiert - Ausschnitt zeigt: der Gang in die Buchhandlung lohnt sich. Gerade an regnerischen Herbsttagen.
(as)

www.uvk.de

www.ullsteinbuchverlage.de/econ

www.schueren-verlag.de

www.reclam.de

www.palmyra-verlag.de

www.emons-verlag.de

www.paninicomics.de


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