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Meldung
Index für Gute Arbeit
Wie zufrieden Beschäftigte mit ihrer Arbeit sind, wird jährlich ermittelt. Jetzt kann jede/r die eigenen Arbeitsbedingungen testen.

Zu einer guten oder auch nur zufrieden stellenden Arbeit zählen Faktoren wie Einkommen, Zukunftsperspektiven, Arbeitsintensität, Arbeitszeiten, Spielräume für Gestaltung und Kreativität, Qualifizierungsmöglichkeiten oder das kollegiale Umfeld.

Wie denkt die Mehrheit?

Seit 2007 wird jährlich wissenschaftlich ermittelt, wie zufrieden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland sind. Im Auftrag der Gewerkschaften befragen Forscherinnen repräsentativ ausgewählte Arbeitnehmer aus verschiedenen Regionen, Branchen und Berufen. Dabei werden 15 Dimensionen bewertet und es wird ermittelt, ob die Arbeit als gut, mittelmäßig oder schlecht eingeschätzt wird. Die Skala geht jeweils von 100 Punkten (= ausgesprochen gut) bis 0 Punkte (= sehr schlecht).

2009 wurde etwa bilanziert: "Im Bundesdurchschnitt liegt die Arbeitsqualität bei einem Indexwert von 58 im unteren Mittelfeld". Von den Befragten erklären 12 Prozent, dass sie eine gute Arbeit haben, 33 Prozent halten ihre Arbeit für schlecht, 55 Prozent für mittelmäßig. Aber auch andere Ergebnisse förderte die Untersuchung zutage: So erwartet nur jeder zweite Beschäftigte, "unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen seine Tätigkeit bis zum Rentenalter ausüben zu können". Besonders brisant ist für die Autoren der Studie: "Fast 80 Prozent der Beschäftigten sind in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal krank zur Arbeit gegangen, 50 Prozent sogar mehrmals."

Was hoch ist der persönliche Index?

Jetzt können auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nicht an der Studie teilnehmen, ihren individuellen Index ermitteln. Auf der Internetplattform wird ein interaktiver Test angeboten, bei dem - selbstverständlich anonym und kostenlos - die eigenen Arbeitsbedingungen auf den Prüfstand gestellt werden können. Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.
Gerade in der Medienbranche, in der Arbeitsbedingungen immer wieder kritisch diskutiert werden, ist eine Reflektion über die Qualität von Arbeit sicherlich interessant. Denn, wie die Initiatorinnen betonen: "Arbeitszeit ist Lebenszeit" und Arbeitsqualität schafft Lebensqualität.
(as)

www.dgb-index-gute-arbeit.de


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