Home   AIM   MIA   Service & Kontakt     Kontakt
Meldung
Ausbildung Fotografin/Fotograf neu geordnet
Ab August 2009 gelten für den Ausbildungsberuf veränderte Inhalte. Eingeführt werden vier fachliche Schwerpunkte.

Seit 1934 können Fotografinnen und Fotografen ihr Handwerk in einer Berufsausbildung erlernen. Die letzte Aktualisierung des Berufes liegt über zehn Jahre zurück (1997). Mit der nun vorgelegten Überarbeitung der Ausbildungsinhalte sind deutliche Veränderungen vorgenommen worden.

Schwerpunkte im Betrieb

Je nach den Anforderungen des Betriebes werden die Auszubildenden in einem der vier Schwerpunkte qualifiziert:
  • Porträtfotografie
  • Produktfotografie
  • Industrie- und Architekturfotografie
  • Wissenschaftsfotografie

Auszubildende mit Schwerpunkt Portrait lernen, die Kund/innen so zu beraten, dass ein optimales Bild gestaltet werden kann (auch durch Schminktechniken). Die "entspannte Atelieratmosphäre" ist ebenso wichtig wie ein passendes Aufnahme-Arrangement, das der individuellen Persönlichkeit entspricht. Für "gesellschaftliche Anlässe" müssen passende Motive und Zeitpläne abgestimmt werden.

Bei der Produktfotografie steht nicht der Mensch sondern die gewünschte Werbebotschaft des Unternehmens im Mittelpunkt. Die Auszubildenden bauen die Produkte (z.B. Lebensmittel, Geräte usw.) auf und berücksichtigen bei den Aufnahmen die Layoutvorgaben, Marketingstrategien.

Für die Industrie- und Architekturfotografie begeben sich die angehenden Fotografinnen aus dem Studio nicht nur ins Freie. Auch Witterungseinflüsse (Sonne, Regen), Lichtverhältnisse und Aufnahmestandorte sind in die Planung einzubeziehen. Zu den Ausbildungsinhalten zählen die Merkmale von Baustilen (Barock oder Gotik?!) und Sicherheitsvorschriften.

Die Wissenschaftsfotografie arbeitet eng mit den Forscherinnen der verschiedenen Sachgebiete zusammen und dokumentiert etwa Versuchsreihen. Insofern müssen die Fotografen die wissenschaftlichen Ziele kennen und je nach Projekt besondere Verfahren einsetzen (Mikro/Makrosysteme, Infrarot- oder UV-Fotografie usw.).

Neue Inhalte, veränderte Prüfung

Einigen Themenfeldern wird in der neuen Ausbildungsordnung deutlich mehr Gewicht beigemessen. Dazu zählt die Beleuchtung und der Umgang mit Licht. Außerdem setzen sich die Auszubildenden mit fotorechtlichen Vorschriften auseinander, erwerben Kenntnisse des Bilddatenhandlings, der Bildbearbeitung und des Farbmanagements.
Bei der Prüfung ist nun vorgesehen, dass als Prüfungsstück eine Aufnahmeserie nach einem eigenen Thema vorgelegt wird.

Die Neuordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft. Die veränderte Verordnung über die Berufsausbildung sowie der neue Rahmenlehrplan sind durch das Bundesinstitut für Berufsbildung veröffentlicht.
(as)

www.bibb.de

© 2007 Copyright - aim - Ausbildung in Medienberufen - KoordinationsCentrum - in Trägerschaft der sk stiftung jugend und medien - Im Mediapark 7 - D-50670 Köln - Mail-Kontakt - alle Rechte vorbehalten