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Meldung
Neue Förderung der Verbundausbildung
Unternehmen können Verbünde gründen, um die betriebliche Ausbildung besser zu bewältigen. Die NRW-Förderrichtlinien dafür sind deutlich verändert worden.

Betriebe, die die Ausbildungsinhalte nicht komplett im eigenen Unternehmen vermitteln können, haben die Möglichkeit, einen Ausbildungsverbund zu gründen. Praktisch funktioniert ein Ausbildungsverbund zum Beispiel so, dass die Auszubildenden der Partnerbetriebe für eine vorher festzulegende Lernphase ins andere Unternehmen wechseln.

Beispiel: Die Veranstaltungsbetriebe A, B und C sind jeweils auf ein bestimmtes Spektrum spezialisiert. A organisiert Rockmusikkonzerte, B ist im Messe- und Kongressbereich tätig, C führt Tanz- und Theatervorstellungen durch. Damit die dort ausgebildeten Fachkräfte für Veranstaltungstechnik Einblicke in die jeweiligen Sparten bekommen, haben die Betriebe einen Ausbildungsverbund gegründet. Die Auszubildenden arbeiten nach einem vorher vereinbarten Zeitplan in den anderen Partnerunternehmen mit.

Vorteil der Verbundausbildung ist, dass so u. a. spezialisierte und ausbildungsunerfahrene Unternehmen Ausbildungsplätze schaffen können. Die Auszubildenden bekommen ein breiteres Kompetenzspektrum vermittelt und auch die Ausbilder/innen profitieren vom fachlichen Austausch.

Der organisatorische Aufwand, der mit der Organisation eines Ausbildungsverbundes einher geht, kann durch eine finanzielle Förderung abgedeckt werden. Die Förderung beträgt pro Ausbildungsplatz im Verbund 4500,- Euro für den gesamten Ausbildungszeitraum. (Ganz präzise: 50 % der Ausbildungsvergütung bis zu einem Höchstbetrag von 4.500 Euro je Ausbildungsplatz.)

Neue Förderrichtlinien

Die Förderrichtlinien für die Ausbildungsverbünde in NRW sind nun deutlich geändert worden. Bisher wurden Betriebe u.a. dann gefördert, wenn sie in dem spezifischen Beruf noch nicht ausgebildet hatten. Dies spielt nun zukünftig keine Rolle mehr.

Dafür müssen Unternehmen, die eine Förderung in Anspruch nehmen wollen, zukünftig darauf achten, dass die Auszubildenden zuvor noch keine betriebliche Ausbildung abgeschlossen haben und jünger als 25 Jahre sind. Andere Fördervoraussetzungen wie die, dass die Beantragung der Förderung vor dem Abschluss des Ausbildungsvertrages erfolgen muss, sind gleich geblieben. Zudem müssen die Betriebe weiterhin nachweisen, dass der Ausbildungsverbund notwendig ist, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung anbieten zu können.

Die Verfahren der Antragstellung hat sich insofern geändert, als nun die Anträge bei der jeweiligen Bezirksregierung eingereicht werden müssen. Die bisher zuständigen Versorgungsämter wurden aufgelöst und ihre Aufgaben an verschiedene andere Behörden übertragen.
(as)

Informationen und Antragsvordrucke gibt es beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW
www.mags.nrw.de
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