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Meldung
Gute Unterhaltung produzieren
Das mibeg-Institut Medien in Köln startet mit neuen Weiterbildungs-Kursen. Erstmalig werden ab Mai 2008 "Entertainment-Producer" ausgebildet. Im Juni 2008 beginnt die Qualifizierung "Aufnahmeleitung".

»Gespür für gute Stoffe«

Was muss ein guter Producer, eine gute Producerin mitbringen?

Mathias Laermanns: "Ein guter Producer braucht viel Gespür für gute Stoffe und Formate. Er muss sie nicht selber schreiben, aber Autoren anleiten können, das Beste aus dem Stoff zu machen. Er muß den Stoff pitchen können bei Auftraggebern. Oder, wenn er beim Auftraggeber beschäftigt ist (TV-Sender), die Plazierung und Zuordnung des Formates erkennen, Marktchancen beurteilen können. Und - last not least - er muss die betriebswirtschaftliche Machbarkeit beurteilen und in der Realisation steuern."

Welche Kenntnisse sind dafür erforderlich?

Mathias Laermanns: "Dramaturgisch-gestalterische Kenntnisse sind ebenso wichtig wie betriebswirtschaftliche Fertigkeiten. Je nach Funktion mal mehr, mal weniger von beidem. Wenn der Producer dann noch kommunikations- und führungsstark, team- und konfliktfähig ist, sowie über gute Kenntnisse im Urheber-, Lizenz- und eventuell auch im Markenrecht verfügt und gutes, branchenspezifisches Englisch spricht, dann hat er gute Chancen am Markt in Köln. Und an anderen Medienstandorten."

Wie wichtig ist Branchenerfahrung?

Mathais Laermanns: "Branchenerfahrung ist notwendig. Nicht nur als "Stallgeruch". Die angehenden Producer/innen sollten Erfahrungen entweder im kaufmännischen Bereich oder in der inhaltlichen, redaktionellen Stoffentwicklung mitbringen.
Ncht von ungefähr fordert die IHK-Fortbildungsprüfung "Producer" mindestens 2 Jahre Berufserfahrung bei Absolvent/innen der dualen Ausbildung, bzw. Hochschulabsolvent/innen. Wer keinen Abschluss vorweisen kann, muss sogar 5 Jahre Berufserfahrung besitzen, um zur Prüfung zugelassen zu werden."


Bei der 1. Arbeitsmarktkonferenz Medien und Kultur im Oktober 2007 wurde lebhaft kritisiert, dass am Unterhaltungs-Standort Köln geeignete Fortbildungen fehlen.
Die Geschäftsführerin von Grundy Light Entertainment, Ute Biernat, erklärte damals, dass ein Mangel an gut ausgebildeten Redakteuren bestünde und regte an, über eine Entertainment-Schule nachzudenken. Immerhin hat, das belegen Branchenstudien, die Kölner Region die Nase weit vorn, wenn es um die Produktion von Comedy, Doku-Soaps, Talk-Shows, Game-Shows geht.

Entertainment-Producer

Die neu geschaffene mibeg-Fortbildung "Producer/in mit dem Schwerpunkt Entertainment" will diese Lücke nun schließen. Der Lehrplan orientiert sich an der IHK-Fortbildung "Producer/in", die bisher nur mit dem Schwerpunkt "Fiction" in Köln vom Kölner Filmhaus angeboten wurde.
Entertainment-Producer/innen sollen Kenntnisse über die "Entwicklung und Produktion der vielfältigen Unterhaltungsprogramme" erwerben, sich mit Stoff- und Formatentwicklung auseinander setzen, die betriebswirtschaftliche Steuerung und Realisation von Projekten kennen lernen. Nach einem 5-monatigen Theorieblock werden die Teilnehmer/innen drei Monate Praktikum in einem Unternehmen absolvieren.

Fachlicher Leiter ist der Medienprofi Mathias Laermanns, der über eine langjährige Berufserfahrung als Fernsehautor und -produzent verfügt. Laermanns war von 1996 - 2006 Geschäftsführer des AIM KoordinationsCentrums und ist Mitglied in Prüfungsausschüssen der IHK.

Die Fortbildung Entertainment-Producer/in beginnt am 15. Mai 2008, Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden. Die Fortbildung ist für Hochschulabsolvent/innen, Absolvent/innen eines dualen Ausbildungsgangs und Mitarbeiter/innen der TV-Branche konzipiert. Eine 100-prozentige Förderung der Fortbildung sei möglich, so die mibeg.
Wer die persönlichen Voraussetzungen mitbringt, kann im Anschluss an die Fortbildung die
IHK-Prüfung "Producer" ablegen.

Aufnahmeleitung


Am 16. Juni 2008 wird die Fortbildung "Aufnahmeleitung" starten. Dabei stehen organisatorische, rechtliche und betriebswirtschaftliche Fragen rund um Dreharbeiten im Mittelpunkt. Versierte Organsiationstalente werden zudem im Bereich der Live-Unterhaltung eingesetzt, z.B. bei Festivals, Sportevents usw. Auch diese Fortbildung kann mit der IHK-Prüfung abgeschlossen werden. Der Lehrgang dauert acht Monate: fünf Monate Theorie und drei Monate Praktikum.

Für Interessierte veranstaltet die mibeg jeweils Montags ab 14 Uhr Info-Veranstaltungen.
(as)

Entertainment-Producerin: www.mibeg.de
Aufnahmeleitung: www.mibeg.de

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