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Meldung
Erfolgreicher Auftakt des Frauenfilmfestivals
Bis zum 15. Oktober 2006 sind in Köln Produktionen von international bekannten Regisseurinnen zu sehen.

Motiv des Festivalplakates
Die Festivals Feminale (Köln) und femme toatale (Dortmund) haben ihre Fusion konstruktiv abgeschlossen und präsentieren sich gemeinsam als Internationales Frauenfilmfestival Dortmund Köln.
Bei der brechend vollen Eröffnungsveranstaltung zeigte sich Kölner Festivalleiterin Beate Preisler überzeugt, dass durch die Zusammenlegung sich "mehr Synergieeffekte generieren" lassen "als Verluste zu beklagen sind." Denn: "Das IFFF Dortmund I Köln führt die gut laufenden programmatischen Spezifika an beiden Standorten weiter und bietet damit eine optimale Plattform für aktuelle Entwicklungen und Trends in den Arbeiten von Frauen in allen Teilen der Filmproduktion." Preisler betonte, dass Regisseurinnen inzwischen zwar mit renommierten Preisen ausgezeichnet würden - dennoch sei der Anteil von Frauen in der Filmproduktion in Berufen wie Regie, Kamera oder Komposition immer noch viel zu gering.

Das Frauenfilmfestival präsentiert vom 11. bis 15. Oktober 2006 aktuelle Arbeiten junger wie bereits international renommierter Regisseurinnen und damit Filme, die auf anderen Festivals noch zu stiefväterlich behandelt werden. Mit "120 Filme aus 32 Ländern in allen Genres" wird ein Einblick "in fremde Welten und unterschiedliche Lebensformen" gegeben.

Wettbewerb

In der Festivalsektion Horizonte kann das Publikum acht Debütfilme kennen lernen. Geschichten aus Peru, Vietnam, Iran oder Japan laden ein, "tiefe kulturelle Einblicke zu gewinnen". Den Auftakt des Festivals bildete der indische Horizontebeitrag "Amu". Shonali Bose erzählt darin, wie eine junge Amerikanerin die Heimat ihrer Eltern, Indien, erkundet. Die unbedarfte und begeisterungsbereite Touristin entdeckt dabei schmerzliche Wahrheiten: über ihre eigene Herkunft und politische Konflikte im indischen Vielvölkerstaat. Der gelungenste Debütfilm wird von einer international besetzten Jury ausgezeichnet werden.

Die Welt der Frauen

Der Fokus Iran hat 14 Filme unterschiedlicher Genres auf dem Programm: Spielfilme, Dokumentationen aber auch Animationsfilme. Wie sich Frauen auf dem Grat "zwischen Tradition und Wandel" bewegen, zwischen religiöser Repression und erkämpften Freiräumen, das will das Festivalteam zeigen. Mit Indien kann ein zweiten großes Filmland entdeckt werden. B-Sides Bollywood demonstriert, welche Filmkultur im Schatten der zuckersüß-schicksalsbitteren Filmmärchen entstanden ist.

Alleine 47 Filme aus 22 Ländern umfasst der Bereich Panorama. In "Three Comrades" berichtet Masha Novikova über den Tschetschenienkrieg, die Protagonistinnen von "These Girls" (Tahani Rached) sind Straßenmädchen aus Kairo und "Dreaming by Numbers" (Anna Bucchetti) führt in die Welt der mystische Zahlen in Neapels Armenvierteln.
Querblick wiederum thematisiert die Vielfalt der Lebensformen - auch in Ländern wie Ungarn oder Südafrika, in denen lesbische Beziehungen diskriminiert werden.

Rahmenprogramm

Diskussionsrunden und Workshops liefern ergänzende Informationen, etwa zum Frauenbild im Iran oder - ganz berufspraktisch - zum Thema Urheberrechte von Filmschaffenden. Am 15. Oktober 2006 schließt das Festival mit der Preisverleihung für den besten Debütfilm. Außerdem wird der Film ausgezeichnet, der das Publikum in die größte Begeisterung versetzen konnte.
Die Dortmunder Filmfrauen übernehmen dann den Stab und veranstalten von 17. bis 22. April 2007 das zweite Internationale Frauenfilmfestival.

Die ganze Welt des Frauenfilms kann zu günstigen Preisen erforscht werden. 6 Euro kostet die Einzelkarte, es gibt Mengenrabatt und Ermäßigungen für Studierende oder Erwerbslose.
(as)

www.frauenfilmfestival.eu
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