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Meldung
Mobisodes in der Parity-Falle?
Individualisierte Mediennutzung - sie ist das Schlüsselthema der Münchner Medientage 2006. Informationen zur Aus- und Weiterbildung bieten MedienArena und die Jugendmedientage.

Die Digitalisierung macht es möglich: Nutzer/innen können sich ihr Medienmenü nach eigenen Interessen und Bedürfnissen zusammenstellen. Ob Podcast, Videodownload oder Internet-Abonnement, ob Nachrichtendienste oder elektronische Spiele fürs Mobiltelefon - die Medienmacher/innen müssen sich mit veränderten Nutzungsgewohnheiten und Ansprüchen des Publikums auseinandersetzen, die Produktentwicklung anpassen.

Die Medientage München vom 18. bis 20. Oktober 2006 treten mit dem Anspruch an, die "Schlüsseltrends" der medialen Zukunft zu diskutieren. Unter dem Motto "Medien auf Abruf - Folgen der Individualisierung für die Kommunikationsgesellschaft“ diskutiert das Fachpublikum spartenübergreifend. Wie entwickelt sich Fernsehen in Zeiten von IPTV? Eröffnen sich der Werbeindustrie neue Kommunikationswege durch individualisierte Medien? Welche Wege schlagen Printunternehmen, Zeitungs- und Zeitschriftenverleger ein, um sich erfolgreich gegen die Online-Konkurrenz zu behaupten? Werden Leserin und Leser via citizen journalism zu Produzentinnen? Ist der demografische Wandel ein modernes Phantom oder ernst zu nehmender Faktor in der Programmgestaltung? Diese und noch viele weitere Fragen harren darauf, mit fachkundigem Personal - rund 500 Referent/innen auf über 90 Panels - debattiert und ihrer Lösung näher gebracht zu werden.

Wie es von einem Zukunftskongress zu erwarten ist, stehen auch neue Formate im Blickpunkt. Da kann der anglofizierte Wortschatz um neue Fachbegriffe wie etwa Mobisodes (Sendereihen, die für Mobiltelefone kreiert werden) erweitert werden. Und noch ein hübscher Fachbegriff: Damit das Publikum die Fülle der Medienangebote nicht als unübersichtlichen, austauschbaren Wurst empfindet, gilt es der Parity-Falle zu entgehen. Denn "das Gesetz der Gleichheit schlägt leider allzu häufig bei den Medienmarken zu. Wenn sich Medien zu sehr ähneln, sind sie austauschbare Produkte – für Leser, Zuschauer oder Zuhörer ebenso wie für Werbekunden. Ihr Wert sinkt dramatisch." Die Medientage verfolgen also ebenfalls den Anspruch, den Medienpraktiker/innen Strategien für die tägliche Arbeit an die Hand zu geben.

Im Fokus: Berufseinstieg und Medienpraxis

Die MedienArena widmet sich dem Nachwuchs. Auf der Agenda stehen u. a.: Ausbildungswege für Entwicklung von elektronischen Spielen, Berufschancen in Marketing und PR, e-learning oder Anforderungen an journalistische Berufsanfänger. Diese Veranstaltungen finden innerhalb der Medienmesse statt und sind deshalb kostenfrei zugänglich.

Die Bayerischen JugendMedienTage werden vom Freitag, 20.10.2006 bis Sonntag, 22.10.2006 veranstaltet. Durch Workshops, Diskussionsrunden und Exkursionen können sich die Teilnehmenden auf einen Karriere in der Medien- und Kommunikationsbranche vorbereiten. Dabei geht es direkt in die Praxis. Layout-Techniken, Interviewstrategien, 3D-Animation, Schauspiel oder Filmmontage - das Programmangebot erfüllt vielfältige Wünsche.

Ein Tagesticket für den Kongress der Medientage München kostet 175 Euro, für einen ermäßigten Eintritt von 45 Euro haben Auszubildende, Studierende und Schüler/innen Zugang zum Kongress. Auch 2- oder 3-Tagestickets können mit entsprechenden Rabatten erworben werden. Der Besuch der Messe (incl. MedienArena) ist kostenfrei möglich.
Die Teilnahmekosten bei den JugendMedienTagen betragen 44 Euro, ermäßigten Eintritt von 38 Euro zahlen Mitglieder der Jungen Presse Bayern oder bayerische Nachwuchsjournalist/innen.

www.medientage.de
www.jugendmedientage.by

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