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Meldung
Fernsehen aus einer Hand
In Schwerin beginnt im September 2006 der neue Jahreskurs für Videojournalismus.

Videojournalist/innen erstellen Magazinsendung über das Filmkunstfest Schwerin
Die Digitalisierung macht es möglich: wo bisher ein Drei-Menschen-Team (Kamera, Ton, Redaktion) aktuelle Berichte erstellte, arbeiten heute immer öfter Video-Journalist/innen als multifunktionale Einzelkämpfer. Sie recherchieren, führen Interviews, bedienen die Kamera, überwachen die Tonaufnahme und schneiden anschließend das gedrehte Material auch noch eigenhändig. Sender wie der Hessische Rundfunk, die Deutsche Welle oder die BBC setzen auf Videojournalismus als eine flexible, kostengünstige Produktionsvariante. Insbesondere in der lokalen Berichterstattung werden Videojournalist/innen (VJ) beschäftigt. Neben den geringen Kosten heben VJ-Befürworter hervor, dass ein großer Vorteil auch in der unaufwändigen und diskreten Arbeitsweise läge. Kamera-ungeübte Interviewpartner etwa falle es leichter, mit einer Journalistin ohne Begleitteam zu sprechen.
In welchen Arbeitsfeldern und Genres VJ künftig arbeiten werden, ist zurzeit noch offen. Neben der technischen Entwicklung und den Produktionskosten sind Qualität der Beiträge und Akzeptanz des Publikums entscheidende Faktoren. Der VJ-Papst und New Yorker Professor Michael Rosenblum prognostiziert sogar: "Als Fernsehjournalist werden Sie in Zukunft Bilder machen müssen. Ein Journalist, der nicht gut mit Bildern und Ton umgehen kann, sollte in Zukunft nicht beim Fernsehen arbeiten."

Zweiter Jahrgang in Schwerin

Am 1. September 2006 beginnt in Schwerin ein neuer Jahreskurs "Videojournalismus". Veranstalter sind das Bildungswerk der Wirtschaft und die Produktionsfirma Filmsalz. Neben praktischen Qualifikationen in den Bereichen Kamera, Schnitt, Konzeption, Text, Ton und Licht sollen die Teilnehmenden Kenntnisse im Feld der Existenzgründung erwerben. Dabei wollen die Träger einen "offenen Umgang mit den Möglichkeiten des noch jungen Arbeitsfeldes Videojournalismus" verfolgen. Bereits bei den Absolvent/innen des ersten Schweriner Jahrgangs zeigte sich, dass z.B. das Segment Industrie- und Imagefilm interessante Marktperspektiven bieten kann.

Für den zweiten Jahrgang sind ab sofort Bewerbungen möglich. Der Kurs wird durch den Europäischen Sozialfonds und das Land Mecklenburg gefördert, deshalb fallen für die Teilnehmer/innen keine Kursgebühren an. Wünschenswert, aber kein Muss, ist, dass Interessierte über Praktika oder freie Mitarbeit erste Erfahrungen in den Medien gesammelt haben. (as)

www.fernsehschmiede.de Ansprechpartner: Jörg Ehbrecht, tel: 03 85 - 592 32 42


HR-Interview mit Michael Rosenblum
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