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Meldung
Mit anderen Augen sehen
Köln - Vom 30. Mai bis 7. Juni 2005 wird die erste Woche des Romafilms im Kölner Filmhaus veranstaltet. Auf dem Programm: Filmhistorie und aktuelle europäische Produktionen.

Roma und Sinti wurden lange Zeit mit dem abwertenden Begriff "Zigeuner" belegt. Die Diskriminierung verstellte den Blick auf Geschichte und Kultur dieser Minderheiten. Der Kölner Verein Rom e.V. und die Kinemathek Hamburg haben nun eine Filmsammlung und die erste umfangreiche Filmographie zusammengestellt. Diese Filmographie umfasst die Daten von über 2500 Filmen aus dreißig Ländern und den Jahren 1897 - 2005 und wird zu Beginn der Filmwoche vorgestellt.

Gezeigt werden so unterschiedliche Produktionen wie der französischer Spielfilm "Swing", der von einer Kinderfreundschaft erzählt, der Stummfilm "Das Mädchen ohne Vaterland" (1912) mit Asta Nielsen oder Dokumentarfilme, die über das Leiden der Sinti im KZ Auschwitz ("Auf Wiedersehen im Himmel", 1994), das Leben von Romafamilien heute in Bosnien ("Absent: Roma in School", 2004) oder die Vertreibung der Roma aus dem Kosovo ("Ohne Heim, ohne Grab", 2001) berichten.

Einige, bisher unbekannte Dokumentarfilme zur Situation der Roma in Ost- und Südosteuropa wurden von Roma-Filmemachern gedreht. "Die Filme machen deutlich,", so die Veranstalter "warum viele Romafamilien Zuflucht in Westeuropa suchen." Thema der Spielfilme sei immer wieder das brüchige Verhältnis zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft.

Neben den Sichtveranstaltungen finden Vorträge und Seminare statt, so über "Das Bild der „Zigeuner“ im ungarischen Film", "Das „Zigeunerbild“ in Russland" oder "Das Bild der „Zigeuner“ in der Filmgeschichte". Für Schulgruppen werden gesonderte Vorstellungen durchgeführt.

Die Filmwoche findet im Kölner Filmhaus, Maybachstr. 111 statt. Einzelne Veranstaltungen auch bei „Amaro Kher“, Venloer Wall 19 und im Hörsaalgebäude der Kölner Universität. Die Eintrittspreise sind pro Film bzw. Filmblock 4 Euro, ermäßigt 2.50 Euro. Ein Gesamtticket kostet 18 Euro, bzw. 10 Euro. Bei Schulvorstellungen kostet der Eintritt 1.50 Euro, am Dienstag ist der Eintritt frei.

Filmwoche und Filmographie werden gefördert u.a. von der Filmstiftung NRW, der Bundeszentrale für politische Bildung Bonn, durch das Kulturamt der Stadt Köln und den Fonds Soziokultur.(as)

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