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Meldung
Revolution mit der Videokamera?
Köln - Videoaktivist/innen, politischer Dokumentarfilm und internationale Öffentlichkeit stehen mit Mittelpunkt eines Symposions der SK Stiftung Kultur vom 3. - 6. März 2005.

Screenshot aus "Disbelief", Andrei Nekrasov, Russland 2004
Präsentiert und diskutiert werden bei "Camcorder Revolution" die Arbeiten von politisch engagierten Dokumentarfilmer/innen, die mit Videomaterial arbeiten. Sie berichten über gesellschaftliche Konflikte und soziale Bewegungen, sind Sprachrohr der Proteste, können die Dynamik von politischen Prozessen beschleunigen, in dem sie Unterdrückung und Ausbeutung sichtbar machen.
Zwei Faktoren haben die Arbeit dieser Dokumentarfilmer/innen in den letzten Jahren geprägt, so die Veranstalter. Zum einen die weltweiten Protestbewegungen, etwa der Globalisierungskritik. Zum anderen die Digitalisierung, die neue Verbreitungskanäle geschaffen hat.

Auf dem Symposion werden Filmproduktionen aus Kanada, Italien, Indien, Großbritannien, Russland, Serbien und Montenegro, den USA und Deutschland präsentiert. Darunter aktuelle Filme wie der indische Beitrag "Final Solution" (Regie: Rakesh Sharma, 2004) oder die russische Produktion "Disbelief" (Regie: Andrei Nekrasov, 2004). Krieg und Menschenrechte werden thematisiert, etwa beim Vortrag des amerikanischen Produzenten Jim Gilliam ("Uncovered: The War on Iraq"). Organisationen wie Vikalp (Indien), Amberfilm (Großbritannien), Witness (USA) stellen ihre Arbeit vor, Festivals präsentieren sich als Foren der politischen Bewegungen.
Unter dem Motto "Das Auge der Welt, wenn kein anderer hinguckt wird" wird in Podiumsdiskussionen die Funktion von Gegenöffentlichkeit, das Verhältnis von Fernsehen und Videoaktivismus oder die Filmarbeit unter Zensurbedingungen debattiert.
Und auch für die Zukunft wird geplant. Das Symposion endet mit einem Vorbereitungstreffen zur Gründung eines Videoaktivist/innen-Netzwerkes in Deutschland, das die Vernetzung der Aktivitäten befördern soll.

Das Symposion wird veranstaltet von der SK Stiftung Kultur in Kooperation mit der Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW und dem Haus des Dokumentarfilms, Stuttgart. Veranstaltungsorte sind das Studio der SK Stiftung Kultur und Kölner Filmhaus Kino. Die Tagungsgebühr beträgt 50 Euro, ermäßigt 20 Euro. Tageskarten kosten 20 Euro, bzw. 10 Euro. (as)

www.sk-kultur.de/camcorder-revolution/

www.dokumentarfilminitiative.de

www.hdf.de
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