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Meldung
Filmhaus-Talk über Hartz 1 - 4: Vom Ende der Schonzeit
Köln - Die Konsequenzen der neuen Arbeitsmarktgesetze für Beschäftigte und Unternehmen in der Film- und TV-Branche werden am 9. Dezember 2004 diskutiert.

Die Neuerungen der Arbeitsmarktreform machen nicht vor der Medienbranche halt. Im Gegenteil: Gerade diese Branche mit ihren vielen befristeten Anstellungsverhältnissen und ihren hohen Anteilen an FreiberuflerInnen wird überdurchschnittlich stark belastet.

Die Diskussionsrunde:
  • Veronika Mirschel, Referat Freie und Selbstständige ver.di, Berlin
  • Konstantin von Ahlefeld, DAK v. Ahlefeld GbR, Vorstand des VFFV Media
  • Olav Mann, Produktionsleiter
  • Bernd Roski, Berufsberater, Agentur für Arbeit Köln
  • Moderation: Andrea Stein, AIM KoordinationsCentrum für Ausbildung in Medienberufen

Was bedeuten die Hartz-Gesetze?

Erstens: Medienschaffende müssen davon ausgehen, dass potentiell nützliche branchenspezifische Weiterbildungen nur noch selten (in manchen Regionen überhaupt nicht mehr) durch die Agentur für Arbeit gefördert werden.
Zweitens: Wer nicht ab 2006 zum Kandidaten für Arbeitslosengeld II (Sozialhilfe-Satz) werden will, muss von Anfang 2004 bis Ende 2005 insgesamt 360 Beschäftigungs-Tage nachweisen können. Das wird derzeit für viele Profis aus den Produktionsstäben problematisch sein.
Und Drittens: Die “Zumutbarkeitsregelung” wird spürbar. Arbeitslos Gemeldete müssen für den Einsatz in gänzlich anderen Branchen und Arbeitsfeldern bereit stehen – unabhängig von ihrem eigentlichen Beruf. Dies trifft nicht nur die Einzelnen hart, sondern kann sich auch für die Unternehmen der Branche zu einem strukturellen „Genickschuss“ entwickeln. Vielleicht erreichen sie ihre bewährten FilmgeschäftsführerInnen, AufnahmeleiterInnen, JournalistInnen, SchauspielerInnen etc. bald nur noch an neuen Arbeitsplätzen in Lebensmittel-, Mineralöl- und Hotelketten oder in Zeitarbeitsagenturen. Und wenn diese in ihrer Freude über das befristete Projekt-Angebote ihren Job kündigen, riskieren sie Sperrfristen für die potenziell folgende Arbeitslosigkeit.
Es ist also mehr als berechtigt, hier vom “gemeinsamen Boot” zu sprechen.

Wir wollen die zentralen Fragen der neuen Zumutbarkeiten und Zumutungen nicht nur mit den Experten aus Branche und Gewerkschaft beleuchten, sondern auch mit den Umsetzern der neuen Regelungen über mögliche branchengerechte Lösungsmöglichkeiten diskutieren.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen Kölner Filmhaus, VFFVmedia, dem Verband der Fernseh-, Film-, Multimedia- und Videowirtschaft und AIM KoordinationsCentrum für Ausbildung in Medienberufen.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 9. Dezember 2004 um 19 Uhr im Kölner Filmhaus, Maybachstraße 111, 50670 Köln statt. Der Eintritt ist frei.

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