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Meldung
Ein Forum für die unsichtbare Kunst
Köln - Das Forum film+ für Filmschnitt und Montagekunst findet vom 27. - 29. November 2004 statt, mit Werkstattgesprächen, Preisverleihung und Hommage.

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Zum vierten Mal versammeln sich in Köln Editorinnen, Regisseure, Nachwuchs und Postproduktionsbranche, um "dem filmsprachlichen Vokabular der Kompositionskunst Montage auf den Grund zu gehen", so die ambitionierte Ankündigung. Damit steht ein oft unterschätzter, aber für das künstlerische Produkt ganz wesentlicher Arbeitsbereich im Mittelpunkt der Betrachtung. Der Beitrag der Editorinnen (oder Cutterinnen) wird so selbstverständlich übergangen, dass der HFF-Professor Gerhard Schumm den Begriff "unsichtbare Kunst" prägte. Denn erst die gekonnte Montage verleiht der filmischen Erzählung Rhythmus und dramaturgische Spannung.

Preiswürdige Produktionen

Am Samstag und Sonntag werden die für den Schnittpreis nominierten Filme vorgestellt und diskutiert. Neben der Prämierung für die beste Schnittleistung bei einem Kinospielfilm wird erstmals eine entsprechende Auszeichnung für Dokumentarfilme verliehen.
Nominiert sind und vorgestellt werden in der Kategorie Spielfilm: Natali Barrey für Unterwegs, Andrew Bird für Gegen die Wand, Bettina Böhler für Wolfsburg, Christian Lonk für Hierankl, Jürgen Winkelblech für Befreite Zone. In der Kategorie Dokumentarfilm sind es Mona Bräuer für Höllentour, Benjamin Ikes für Golden Lemons, Anja Pohl für Die Geschichte vom weinenden Kamel, Inge Schneider für Die Spielwütigen, Valérie Smith für Sieben Brüder.

Abgerundet wird das Programm durch zwei Gesprächsrunden. In "Die Cleaner - Problemlösung im Schneideraum" werden zwei Szenen besprochen, die im Film unscheinbar daher kommen mögen, den Editoren jedoch erhebliches Kopfzerbrechen bereitet haben. Editorin Elena Bromund und Editor Guido Krajewski präsentieren Filmsequenzen und berichten über den Entstehungsprozess. In einer zweiten Runde debattieren Christel Suckow und Dominik Graf, die bereits auf zwölf gemeinsam realisierte Filme zurückblicken können, über die kreative Arbeitsbeziehung zwischen Regie und Schnitt. Denn, wie die Veranstalter selbstbewusst feststellen, hinter erfolgreichen Regisseuren steht "in auffallender Kontinuität ein starker Filmeditor."

Vorbilder und der Nachwuchs

Thea Eymèsz
Thea Eymèsz
Der Editorin Thea Eymèsz ist eine Hommage gewidmet. Aus dem über 200 Filmen umfassenden Werk werden Hiroshima – Erinnern und Verdrängen(Regie: Edwin Leiser), Angst essen Seele auf (Regie: Rainer Werner Fassbinder) Angst isst Seele auf (Regie: Shahbaz Noshir), Faustrecht der Freiheit (ebenfalls Regie Rainer Werner Fassbinder)
in Anwesenheit der Editorin gezeigt, deren Arbeit als "prägend für die deutsche Kinematographie" bezeichnet wird.
Thea Eymèsz wird beim Nachwuchsforum am Montag mit den angehenden Editor/innen diskutieren. Studierende der Schnitt-Studiengänge an der KHM Köln, der ifs Köln, der Filmakademie Ludwigsburg und der HFF Potsdam werden in einem eigenen Workshop parallel das gleiche Ausgangsmaterial bearbeiten.

Die Verleihung der Schnitt-Preise und die Vergabe der Jahresfilmprogramm-Prämie durch die Filmstiftung NRW schließt Film+ für dieses Jahr ab. Veranstaltet wird das Forum durch das Filmmagazin Schnitt in Kooperation mit der Filmstiftung NRW und der Stadt Köln. Einzelkarten sind für 6 Euro (ermäßigt 5 Euro) zu erwerben, eine Dauerkarte kostet 16 Euro (ermäßigt 13 Euro). Der Workshop für Filmstudierende ist nur für akkreditierte Personen zugänglich. Veranstaltungsort ist das OFF Broadway Kino in Köln.(as)

www.filmpluskoeln.de

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