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Meldung
Stiefkinder im Mittelpunkt
Köln - Die Tage werden kürzer, die Abende länger - die ideale Zeit fürs Hörspielhören. Anfang November 2004 finden die ARD-Hörspieltage und das NRW-Hörspielforum statt.

Die ARD-Hörspieltage vom 4.- 7. November 2004 werden als echte Leistungsschau angekündigt: "Jede ARD-Sendeanstalt hat ihre beste Produktion eingereicht", damit die Zuhörerschaft "in Krimispannung und Liebesgeflüster, in Absurdes und Reales, in Stimmen und Klänge eintauchen" kann. So die Veranstalter.

Der Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission, Gernot Romann erläutert: "In der ARD sowie im Deutschlandfunk Köln (DLR) und DeutschlandRadio Berlin (DLF) gibt es pro Jahr etwa 2.200 Hörspieltermine. In dieser Zahl sind die Hörspiele für Kinder nicht enthalten." Das Hörspiel sei eine wichtige Kunstform für die öffentlich-rechtlichen Sender. Und nachdem die Akademie der Künste die "Woche des Hörspiels" für das Jahr 2004 abgesagte, entschied die Hörfunkkommission, eine Alternative anzubieten. Deshalb werden die Hörspieltage erstmals in Köln veranstaltet.

Hörvergnügen fürs Publikum

Trotz anhaltendem Boom bei den Hörbüchern - manche Hörspielmacher/innen sehen sich, laut ARD, noch als "verunsicherte Stiefkinder im Schatten von Film und Fernsehen". So gibt es zum Auftakt ein Funkhausgespräch über die Rolle des Hörspiels im Medienkonzert. Soll das Hörspiel als "Kunst oder akustische Dienstleistung?" verstanden werden, debattieren der Autor Walter Filz, Redakteur Andreas Wang und Schauspieler Christian Brückner, moderiert von Walter van Rossum.

Und dann geht es hinein ins Hörvergnügen. Da wird von einer Jugend in Frankreich (Autobiogophonie) erzählt, von den Polizeieinsätzen gegen Globalisierungskritiker bei dem G8-Gipfel in Genua (Genua 01), von Liebe (Der Planet, Das Jalta-Spiel) und Pop-Ikonen (Nico- Sphinx aus Eis, Cobains Asche), von der Sinnkrise eines Managers (Electronic City) und der Lebenskunst alter Damen (Madame Ka).. Insgesamt elf Tonwerke werden zu Gehör gebracht.
Am Tag des offenen Studios, am Freitag 5. November 2004, kann das Publikum einen Blick auf die Produktion von Hörgeschichten werfen und den Profis Fragen stellen.

Für Kinder gibt es am Samstag, 6. November 2004 einen Kinderhörspieltag - mit Pinocchio, Mascha und Mucks, der Mäuseprinzessin, dem Weihnachtsgespenst im Grandhotel und anderen Helden. Ein Höhepunkt: die Live-Aufführung des Kinderhörspiels Darmstadt, wir haben ein Problem. Ausgehend von diesem Satz, konnten Kinder beim ARD-Hörspiel-Wettbewerb Ideen entwickelt. 500 Kinder beteiligten sich, die besten Einfälle werden nun live inszeniert.

Den Abschluss der Hörspieltage bildet die Preisverleihung des mit 2000 Euro dotierten Online-Award. Jury ist das Publikum, es kann per Internet über die in Köln präsentierten Produktionen abstimmen. Der Online-Award geht auf eine Initiative des NDR zurück und wird zum zweiten Mal verliehen.

Arbeitsforum für Profis

Vor den Hörspieltagen wird an der Zukunft gearbeitet. Hörspielautor/innen, Redakteur/innen, Regisseur/innen treffen sich vom 2.-4. November 2004 bei dem 11. NRW-Hörspielforum, um Theorie und Praxis zu reflektieren. Das Hörspielforum wird von der Filmstiftung NRW veranstaltet, die auch Hörspiele fördert und, gemeinsam mit dem Bund der Kriegsblinden, den deutschen Hörspielpreis organisiert.

Die Hörspieltage finden im Funkhaus Wallrafplatz des WDR in Köln statt. Die Teilnahme an den Hörspieltagen ist kostenlos, für die Studioführungen ist eine Anmeldung erforderlich. An dem NRW-Hörspielforum können nur zuvor akkreditierte Profis teilnehmen. (as)

www.ard.de

www.wdr5.de/lilipuz

www.filmstiftung.de
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