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Literatur: Rezensionen
Wo bitte geht´s zur Förderung?
Unna -Völlig neu überarbeitet wurde das "Kursbuch Kulturförderung", zusammengestellt von Peter Kamp und Klaus Schmidt, LKD-Verlag, Unna, 2002, ISBN 3-931949-36-2

Das Buch versteht sich als Finanzierungsleitfaden für die Jugend- und Kulturarbeit, als Herausgeberin zeichnet die Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste (LKD) verantwortlich. Zur Einführung werden kurz die unterschiedlichen Finanzierungsarten und die rechtlichen Träger dargestellt. Dann geht es hinein in das Förderparadies: von der kommunalen Ebene über Ländertöpfe bis hin zu Bundesinstitutionen und europäischen Beihilfen werden insgesamt 350 Förderinstitutionen und -programme vorgestellt. Die Leserin erfährt, wie viel Geld im jeweiligen Topf steckt, welche Ziele die einzelnen Maßnahmen verfolgen, wie hoch die Fördersätze liegen, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen und wie die Terminplanung aussieht. Adressen und Internethinweise sind selbstverständlich angegeben.

Über acht Milliarden Euro investieren Bund, Länder und Gemeinden jährlich in Kunst und Kultur, so die LKD. Im "Kursbuch" lässt sich ein ausgezeichneter Überblick über diese Förderlandschaft gewinnen. Wer interessante Projekte plant, kann vorsortieren, wo sich genauere Recherche und Kontaktaufnahme lohnen. Der Band konzentriert sich auf Kultur- und Jugendarbeit - ob und wie dabei Medienprojekte gefördert werden, wird detailliert aufgeführt. Zudem erhält man Anregungen, in unbekanntere Gefilde vorzudringen und mit mehr Phantasie nach Förderung Ausschau zu halten. Nicht jeder wird wissen, in welchem Rahmen sich die Stiftung Deutsche Jugendmarke engagiert (Jahresetat um vier Millionen Euro), was das neue NRW-Weiterbildungsgesetz vorsieht, oder dass es einen niedersächsischen FrauenMedienPreis, dotiert mit 12.000 Euro, gibt.

Natürlich garantiert die Lektüre von "Kursbuch Kulturförderung" noch keine gesicherte Finanzierung. Aber sie eröffnet neue Möglichkeiten und das ist in Zeiten knapper Kassen ja auch etwas wert. So sind 20 Euro, der Ladenpreis, sicherlich gut angelegt.
(Anne Schulz)
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