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Meldung
Internationaler Tag der Pressefreiheit
Berlin - Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen ruft zum internationalen "writer in prison"-Tag auf, sich für gefangene Journalisten und Schriftsteller einzusetzen.

Reporter ohne Grenzen erinnert heute an Journalisten und Schrifsteller, die - zum Teil hohe - Gefängnisstrafen verbüßen müssen, weil sie von ihrem Grundrecht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht haben.

Stellvertretend für Viele nennt die Organisation:
  • Win Tin aus Birma - der heute 72-Jährige wurde kurz nach der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 festgenommen und insgesamt zu 20 Jahren Haft
    verurteilt.
  • Hunang Qi aus China - er sitzt seit zwei Jahren im Gefängnis, nachdem er auf seiner Internetseite kritische Artikel zum 11. Jahrestag des Tiananmen-Massakers veröffentlichte. Ob und wann er wieder freigelassen werden wird, ist unklar.
  • Emadoldin Baghi aus dem Iran - er wurde zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er für eine moderne Interpretation des Islam eingetreten war.

Reporter ohne Grenzen hat Petitionen zu den genannten Fällen formuliert und bittet um rege Unterzeichnung. "Weltweit sitzen Journalisten hinter Gittern oder gehen das Risiko einer Inhaftierung ein, damit die Öffentlichkeit die Chance hat, überhaupt etwas aus diesen Ländern zu erfahren. Sie zahlen einen hohen Preis für das Recht auf Informationsfreiheit. Sie brauchen internationale Unterstützung", erklärt Elke Schäfter, Geschäftsführerin von Reporter ohne Grenzen, die Motivation für den Aktionstag.

Die Menschenrechtsorganisation veröffentlicht regelmäßig Berichte über den Stand der Meinungsfreiheit. Allein im Oktober 2002, so ermittelte Reporter ohne Grenzen, wurden 4 Journalist/innen getötet, 64 Journalist/innen bedroht oder schikaniert, 16 Journalist/innen festgenommen, saßen 115 Journalist/innen im Gefängnis und wurden 19 Medien zensiert oder eingestellt. (as)
www.reporter-ohne-grenzen.de
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